projekt
Was isst Zürich?

Handlungsspielräume auf lokaler Ebene zur Förderung einer nachhaltigeren Ernährung

Kurz und knapp

Die Stadt Zürich setzt sich im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Förderung der umweltschonenden Ernährung und die Information über den Einfluss der Ernährung auf das globale Klima ein. Das Ernährungsforum Zürich will erreichen, dass der Handlungsspielraum auf lokaler Ebene zur Förderung des Konsums von nachhaltigen Lebensmitteln besser genutzt wird.

Die Förderung einer vielfältigen, lokalen und nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion ist ein vielfach geforderter Ansatz, um den ökologischen und sozioökonomischen Problemen des gegenwärtigen Ernährungssystems zu begegnen. Vor diesem Hintergrund wird eine Übersicht über die die aktuelle Lebensmittelversorgung in Zürich erstellt sowie den möglichen Beitrag regionaler Ernährungsinitiativen und alternativen Absatzwegen zu einer nachhaltigen, resilienten und regionalen Versorgung der Stadt Zürich untersucht. Darauf basierend werden die Potenziale zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des städtischen Ernährungssystems in Bezug auf den Konsum regionaler Produkte analysiert und aufgezeigt.

Projektdauer: 01.11.2019 bis 30.06.2021

Detaillierte Projektbeschreibung

In einem ersten Schritt werden im Projekt die Lebensmittelflüsse aus der Region in die Stadt für relevante Produktgruppen abgeschätzt. Für diese Abschätzung kommt der Ansatz der "Citizen Science" zur Anwendung. Diese so erhobenen Lebensmittelflüsse werden in Relation zu der tatsächlichen, regionalen Produktion gesetzt. Die Resultate dieses Vergleichs werden gemeinsam mit relevanten Akteuren des Ernährungssystems analysiert.

In einem weiteren Schritt werden gemeinsam mit Akteuren aus dem Ernährungssystem Chancen und Hindernisse für eine regionale Lebensmittelversorgung und für die entsprechenden Vermarktungskanälen diskutiert. Dabei wird die Perspektive der Produzentinnen und Produzenten sowie der Konsumentinnen und Konsumenten berücksichtigt.

Aus den gewonnen Erkenntnissen werden, ebenfalls unter Mitwirkung von Akteuren des Ernährungssystems, Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Resultate der Studie werden im Anschluss in visuell ansprechender Form für Produzentinnen und Produzenten, Handel, Konsumentinnen und Konsumenten, Verwaltung und Politik‐Akteure der Stadt aufbereitet. An einer Tagung zum Thema „Nachhaltig regionale Lebensmittelversorgung in der Stadt“ werden die Resultate und die angewandte Methodik mit Akteuren aus anderen Städten diskutiert. Letzteren soll auch ein Handbuch zur weiteren Anwendung der im Projekt eingesetzten Methodik zur Verfügung gestellt werden.

Finanzierung/ Donor

Stiftung Mercator Schweiz

Projektpartner

Stadt Zürich, Umwelt- und Gesundheitsschutz

FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Workshops

Am 20. August 2020 findet ein Stakeholder-Workshop zum Thema "Chancen und Hürden regionaler Initiativen" statt unter anderem mit Teilnehmenden des Arbeitskreises "Lebensmittelproduktion in der Stadt und Umgebung". Weitere Workshops sind im November und Januar geplant.

Weiteres

Die Abschlussarbeiten von Fabienne Vukotic (Geschäftsleitung Ernährungsforum Zürich und Mitglied Slow Food Youth) und Sophie Miescher beschäftigten sich ebenfalls mit dem Thema der regionalen Lebensmittelversorgung der Stadt Zürich. Die Arbeiten sind hier verfügbar:

Bei Fragen zum Projekt Mail an fabienne@ernaehrungsforum-zueri.ch